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Ein Blick zurück und ein Ausblick auf die kommende Saison

Die U23 spielt in der 3. Liga Süd

Logo 3. LigaDas zweite Jahr ist bekanntlich das Schwerste, das musste auch die U23 des HC Erlangen in der abgelaufenen Saison feststellen. Als Vizemeister mit hohen Ansprüchen in die Saison gestartet, fand man sich zu Saisonbeginn im unteren Drittel der Tabelle wieder. Erst im November kamen die Jungs von Cheftrainer Tobias Wannenmacher richtig in Fahrt und ließen zum Ende der Hinrunde ihr Potential aufblitzen. Die Rückrunde verlief erfolgreicher, dabei konnte man nicht nur beide Derbys gegen die HSC Coburg und Brooklyn United für sich entscheiden, sondern man kletterte auch in der Tabelle Platz um Platz weiter nach oben. Am Ende reichte es jedoch nicht wieder für die Vizemeisterschaft, aber der 5. Platz und 4 Punkte Rückstand auf Platz 3 sind für das vermeintlich schwere zweite Jahr versöhnlich.

Nach einer erholsamen Pause ging es weiter mit der Vorbereitung für die neue anstehende Saison. Die erste Phase fand fast ausschließlich ohne Ball statt, statt Tore zu werfen ging es in den Wald oder auf den Sportplatz, um das ein oder andere Läufchen zu absolvieren. Doch auch die Gewichte im Kraftraum der Karl-Heinz-Hiersemann waren für zahlreiche Muskelkater verantwortlich. In der zweiten Phase wurden die Läufe kürzer und schneller, die Wiederholungszahl beim Krafttraining kleiner und die Gewichte schwerer. Der Schwerpunkt der Handballeinheiten lag vor allem im individuellen Bereich. Dazu fielen zahlreiche Testspiele und das Trainingswochenende in Herrsching in die zweite Phase. Taktik hieß das Motto der dritten Phase, jedoch wurden auch noch genug kleine Belastungsspitzen gesetzt. Es wurde auch viel getestet unter anderem gegen Haspo Bayreuth, den Schweizer Pokalsieger und ehemaligen Championsleague-Teilnehmer Wacker Thun, DJK Waldbüttelbrunn und HT München. Am kommenden Samstag endet die Vorbereitung und die U23 des HC Erlangen beginnt ihre erste Saison in der 3. Liga Süd.

Interview mit Tobias Wannenmacher

Portraitfoto Wannenmacher Sportliche LeitungWie zufrieden warst du mit der vergangenen Saison?

Nach einer schwierigen und zerrissenen Vorbereitungsphase, auch weil wir uns auf zwei Mannschaften konzentrieren mussten (U23 und U21) und zahlreichen Verletzten aus der Endphase der Vorsaison, hatten wir einen eher suboptimalen Saisonstart. Nach der doch überraschenden Vizemeisterschaft letzte Saison, hat uns der Saisonauftakt sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Tiefpunkt war dabei die Derbyniederlage in Coburg –  danach konnten wir uns dann aber nach einer allgemeinen Neuausrichtung bis zum Jahreswechsel stabilisieren und Luft nach unten verschaffen.

Die Weihnachtspause inklusive anschließender Vorbereitung auf die Rückrunde konnten wir aufgrund anhaltender Personalprobleme leider auch nicht wie gewünscht nutzen, um wie teamintern besprochen sofort oben anzugreifen, deswegen stagnierten wir im „Niemandsland“ der Tabelle. Ab Februar folgte dann aber eine richtig starke Phase mit vielen hohen Siegen und man konnte sehen, was in uns steckt. Voraussetzung dafür war ein kompletter Kader, die fokussierte Einstellung und regelmäßige Trainingseinheiten mit dem vollständigen Kader. Nachdem wir die Saisonziele dann gegen Ende der Saison nach oben korrigiert hatten, auch um die Motivation im Training hoch und damit wochenweise aufrecht zu halten, mussten wir leider ein, zwei vermeidbare Niederlagen einstecken und somit war die Bestätigung der Vizemeisterschaft und eine bessere Platzierung als der 5. Platz nicht mehr möglich. Wir haben die Saison letztendlich mit 3 Punkten weniger abgeschlossen als im sehr erfolgreichen Jahr zuvor und können als eine der drei besten zweite Mannschaften Deutschlands durchaus wieder zufrieden mit uns sein.

Individuell bin ich mit den meisten Entwicklungen sehr zufrieden. Es ist die vorrangige Aufgabe als Unterbau der Erstligamannschaft unsere jungen aufstrebenden Spieler optimal weiter zu entwickeln und entweder an den Profikader im eigenen Haus heranzuführen, oder sie alternativ für ihren persönlichen nächsten Karriereschritt zu fördern. So war es uns möglich, das Training der ersten Mannschaft regelmäßig qualitativ hochwertig zu ergänzen, aber auch in wiederkehrenden Phasen mit Personalschwierigkeiten im Bundesligateam dort Alternativen und Ergänzungen aus dem Kader der U23 anzubieten. Als bestes Beispiel dient hier Benedikt Kellner, der sich in die erste Mannschaft hineinentwickelt, sich zum Saisonende dort als fester Bestandteil etabliert und sich seinen anschließenden Profivertrag damit absolut verdient hat. Aber auch Michael Haßferter (in die 2. Liga zur HSG Konstanz), Maximilian Lux (erst nach Wetzlar 1.Liga, anschließend zur Eintracht Hagen) und Sergej Gorpishin (zum Championsleague-Sieger Vardar Skopje) sind durchaus positive individuelle Beispiele für die sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten über die Erlanger U23 in das Profigeschäft des Handballs.

Zudem haben sich alle unsere Jugendspieler der Jahrgänge 95 – 99 im Erwachsenenbereich absolut freigeschwommen und präsentieren sich größtenteils als mindestens vollwertige 3.Ligaspieler, trotz Ihrer jungen Jahre. Das sollte das erste Ziel eines jeden Jugendspielers bei uns im Verein sein.

Das die sogenannte U21 souverän den angestrebten Aufstieg in die Landesliga geschafft hat, war zudem eine nicht zu unterschätzende Herkulesaufgabe für alle Beteiligten und bietet dem Verein nun eine weitere Säule in unserem Konzept, um unsere Jugendspieler angemessen zu fördern und Ihnen zudem eine sportliche Heimat im eigenen Verein zu geben.

Die Mannschaft musste einige Abgänge verkraften, wie siehst du die Mannschaft aufgestellt?

Abgänge sind natürlich nie schön, vor allem nicht für eine so lange Zeit zusammengewachsene Gruppe wie die U23, besonderes dann auch mit den Erfolgen der letzten Jahre, aber das ist nun mal leider der Lauf der Zeit. Die meisten Abgänge sind dem beruflichen Werdegang der Spieler zuzuschreiben, wie bei Thomas Halota, Philipp Walzik, Magnus Hayn oder Jonas Schletterer, die den immensen Aufwand nicht mehr betreiben können.

Bei Felix Müller ist es uns gelungen, ihn davon zu überzeugen, uns in der aktuellen schwierigen Phase zu helfen und sein Karriereende zu verschieben.

Gut aufgestellt sind wir natürlich mit unseren aufrückenden Jungs aus der mA Bundesliga, die seit 2-3 Jahren qualitativ hochwertig und quantitativ umfangreich trainieren. Mit Philipp von Alvensleben und Justin Spörke kommen zwei Spieler nach, die die Lücken auffüllen können, aber auch auf die Spieler des Jahrgangs 99 wird ab jetzt mehr Verantwortung zukommen.

Aus dem „Exil“ bei Erlangen-Bruck haben wir Lars Goebel und Julian Mangen zurückgeholt. Beide haben nicht nur letztes Jahr handballerisch absolut bewiesen das sie uns aufgrund ihrer dortigen Qualitäten sofort helfen werden, sondern darüber hinaus sind sie auch Spieler aus unserer eigenen Jugendarbeit, die nun als Führungsspieler zurückgekommen sind, um weiter in der 3. Liga zu spielen.

Im letzten Drittel der Vorbereitung konnten wir uns zudem mit Tarek Marschall und Daniel Mosindi, die sich beide auch im Anschlusskader der ersten Mannschaft befinden, verstärken. Beide sind sehr jung (Jahrgang 2000 und 2001), werden aber trotzdem eine tragende Rolle in der U23 spielen müssen, dies aber auch wollen. Ziel wird sein, sie schnellstmöglich zu integrieren und das Erfolgsgen der U23 der letzten Jahre einzuimpfen.

Natürlich ist die Zeit mehr als knapp gewesen um aus der jungen Truppe eine Einheit zu bilden, aber wie in den Jahren zuvor, nehmen wir obligatorisch die ersten 3-4 Wochen der Saison grundsätzlich mit auf in die Vorbereitungszeit, um uns ab spätestens Ende September dann als Mannschaft gefunden zu haben, aber auch um körperlich und taktisch auf höchstem Level agieren zu können.

Zudem werden wir dieses Jahr vermehrt talentierte und willige Spieler aus der mA Bundesliga in den Kader aufnehmen. Stellvertretend hier genannt die beiden Torhüter Tizian Braun bzw. Sebastian Klein und Kreisläufer Valentino Duvancic.

Wie stehst du zu dem Wechsel in die Südstaffel?

Die Möglichkeit eines Staffelwechsels hatten wir auf dem Schirm, er kam trotzdem ein bisschen überraschend. Jede Staffel sagt von sich, die Beste zu sein, ich denke, dass jede Staffel ihre Stärken und Schwächen hat. Wir werden die kommende Challenge, unsere Stärken im Süden zu zeigen, annehmen und für Spieler, die jetzt schon zwei Jahre in der Oststaffel gespielt haben, ist es zudem eine neue Herausforderung, die für Abwechslung sorgt. Die Fahrten führen uns bis an die französische Grenze nach Saarlouis. Leider fallen wegen dem „Umzug“ ein paar Derbys weg, aber es wird zum Bayernderby gegen Fürstenfeldbruck kommen. Dies hat zumindest auf der Trainerbank eine besondere Brisanz, da beide Trainer schon mehrere Jahre zusammen in der Jugend in Herrsching und in der Jugend- und Juniorennationalmannschaft zusammengespielt haben und auch darüber hinaus außerhalb der Halle gute Freunde sind. Für mich ist die Staffel Süd keine Unbekannte, weil ich mit Auerbach vor 4 Jahren dort schon vertreten war und einige Teams noch kenne. Vielleicht sind es vom Namen her nicht ganz so bekannte Mannschaften, aber einige Mannschaften mit viel Tradition und technisch sehr gutem Handball. Interessant wird es sein, zu sehen, wie sich unser Spielsystem im Süden durchsetzen kann.

Wie lief die Vorbereitung?

Die Vorbereitung ist vergleichbar mit der des vergangenes Jahres. Wir haben wieder ein paar verletzte Spieler aus der Vorsaison und der Vorbereitung, die erst im Laufe der Saison zu uns stoßen werden. Zudem befindet sich Flo Wagner als Abwehrleader und Stammkreisläufer während der ersten vier Spiele studienbedingt im Ausland. Das alles hat uns in der allgemeinen Planung einer seriösen Vorbereitung ein wenig zurückgeworfen. Auch das Linksaußen Lorenz Maidl sich bei einem Trainingsspiel unglücklich die Schulter auskugelte, ist ein Beispiel für die Unvorhersehbarkeit von Verletzungen. Wir werden versuchen so gut es geht weiter Verletzungsprophylaxe zu betreiben, die Trainingssteuerung individuell an die unterschiedlichen Belastungen anzupassen und den engen Kontakt mit Physios und Ärzten zu pflegen und ausbauen. Wichtig ist aber auch das die Spieler erkennen, das sie mit Ihrem Körper pflichtbewusst umgehen müssen und Ihre körperlichen „Baustellen“ eigenverantwortlich angehen.

Sportlich haben wir uns natürlich darauf konzentriert die Neuzugänge an unser Spielsystem heranzuführen und in die Mannschaft zu integrieren. Es ist eine sehr junge Mannschaft, von im Schnitt nicht mal 21 Jahren, die sich erst finden und Erfahrungen sammeln muss. Rückschläge muss man einkalkulieren, wir werden vermutlich erstmal niemand wegschießen, aber wir gehen positiv an die Saison heran und wissen das wir unser Potential auch im Laufe der Runde deutlich steigern können. Besonders im Bereich der Abwehrarbeit gibt es nach der Jugendzeit immer genug zu tun, um dort auf das sehr gute Niveau der letzten Jahre zu kommen.

Ziele für die Saison?

Frühzeitig den Klassenerhalt sichern und eine stabile Saison spielen, erstmal platzierungsunabhängig, besonders um in Ruhe arbeiten zu können.

Wir werden aus Jugendspielern schnell Männer machen müssen, wollen aber trotzdem die Unbekümmertheit beibehalten und aus Fehlern immer lernen.

Die Deckung wird dieses Jahr auch erstmal wieder wie gewohnt stehen müssen, um auf unser bewährtes Tempo im Umschaltspiel zu kommen.

Im Angriff wollen wir strukturierten, aber dennoch attraktiven und individuellen Handball spielen.

Das alles natürlich auch, um möglichst viele Zuschauer in die Erlanger KHHH zu locken, die den erfolgreichen und sympathischen Handball der U23 gerne sehen und die Jungs damit für ihre harte Arbeit belohnen.

Viel zu tun… los geht ́s!

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